GRÜNDERTUM AM NIT

Am NIT Northern Institute of Technology Management können Studierende ihr eigenes Start-up gründen. In den Kursen von MyProject werden sie mit allen relevanten unternehmerischen Werkzeugen und Konzepten vertraut gemacht. Das Curriculum am NIT umfasst den gesamten Prozess vom Finden einer Geschäftsidee, der Erstellung eines Businessplans über die Suche nach Investoren bis hin zum Verkauf und zur Vermarktung des fertigen Produkts. Lernen Sie die Startups unser NIT Alumni kennen, die während oder nach des Studiums am NIT gegründet wurden.


T40

Über 95 Prozent der Einheimischen reisen regelmäßig mit dem Bus, um beispielsweise zur Arbeit zu fahren oder Familie und Freunde in anderen Regionen zu besuchen. Im Gegensatz zu nigerianischen Fluggesellschaften, die weitestgehend moderne Technologien einsetzen, funktioniert die Buchung bei den lokalen Straßenverkehrsunternehmen immer noch analog. Das führt nicht nur zu Unzufriedenheit bei den Kunden, sondern auch zu hohen Betriebskosten bei den Unternehmen.

Die Idee

Das Startup Travel 4.0 oder kurz T40 möchte diese Probleme lösen und mithilfe einer digitalen Buchungsplattform das Reisen in Nigeria einfacher und komfortabler machen. Über das Portal von T40 können Reisende die Angebote verschiedener Anbieter im Vorfeld vergleichen, Fahrten online buchen und direkt bargeldlos bezahlen.

Es bietet zusätzlich Ticketreservierungen, verschiedene Zahlungsmöglichkeiten und feste Fahrpläne an. Vor Ort können Reisende die Fahrinformationen online abrufen. Zusätzlich entwickelt T40 auch ein On-Board-Unterhaltung-System, das von allen Fahrgästen während der Fahrt auf ihrem Smartphone genutzt werden kann. Es werden mehrere Filme, Serien und Musik angeboten.

Ausblick

Mit dieser Plattform verfolgt NIT-Alumnus und T40-Gründer Folarin Olulana die Version mehr Transparenz im Busverkehr zu schaffen und den ganzen Prozess des Reisens in Nigeria zu erleichtern. Derzeit werden Tickets noch direkt vor dem Bus verkauft, es gibt keinen festen Fahrplan und es kommt teilweise zu langen Wartzeiten, weil auf mögliche weitere Passagiere gewartet wird.

Auch die Busbetriebe haben zu kämpfen, denn es gibt keine rechtlichen Vorgaben vom Staat, die den Markt regulieren. Mithilfe der Plattform können die Unternehmen vorausschauender planen und langfristig auch effizienter arbeiten.

Große nigerianische Busunternehmen wie AKTC und ChiFaith Motors bieten ihre Fahrten bereits auf der Buchungsplattform an. T40 bekommt für jede Buchung eine kleine Provision. Den ersten Schritt hat das Startup somit gemacht. Aktuell ist das Unternehmen noch auf der Suche nach interessierten Investoren, die das große Potenzial von T40 erkennen. Folarin hofft, dass sich die Plattform in Zukunft selbst trägt.

Folarin Olulana (NIT Class 18)

Der Gründer

Die Idee für sein Startup hatte Folarin Olulana schon lange im Kopf. Aus eigener Erfahrung als Reisender in Nigeria kannte er die Probleme der Busunternehmen. Für sein Masterstudium kam er nach Hamburg und war vom hiesigen Angebot überwältigt. Sofort sah er die Möglichkeit seiner Heimat zu helfen und das Transportwesen vor Ort zu verbessern.

Das Handwerkszeug für seine Gründung hat Folarin während seines Masterstudiums in Technology Management am NIT Northern Institute of Technology Management erlernt. Hierbei hat er an innovativen Projekten gearbeitet und Erfahrungen gesammelt, wie man sein eigenes Unternehmen gründet. Nach seinem Studienabschluss im Herbst 2018 gründete er T40. 



Die Gründer

HQLabs wurde im März 2012 von Tobias Hagenau, Lucas Bauche, beide NIT-Alumni, und Nils Czernig gegründet. Hauptgedanke war es, eine moderne Softwarelösung für das Tagesgeschäft zu liefern. Ein ehrgeiziges Ziel, das sich im Laufe der Zeit mit neuen Technologien - insbesondere in der Zeit der künstlichen Intelligenz - gewandelt hat. Heute hat das Unternehmen mehr als 30 Mitarbeiter und über 300 Kunden mit Sitz in der Hamburger HafenCity.

HQLabs

HQLabs aus Hamburg entwickelt modernste Business-Software für projektgetriebene Unternehmen - hauptsächlich Mediaagenturen und Beratungsunternehmen. Die Software deckt die Hauptaktivitäten von der Kundengewinnung über die Projekt- und Teamplanung bis hin zur Abrechnung ab.

Die Idee

Die 2012 in Hamburg gegründete HQLabs GmbH bietet eine der modernsten Softwarelösungen für die Unterstützung aller Aspekte des Projektgeschäfts von Dienstleistungsunternehmen und Agenturen. Die cloudbasierte Software HQ ist inzwischen bei rund 200 deutschsprachigen Unternehmen im Einsatz. Das HQ deckt alles ab: vom ersten Kundenkontakt über Auftragsplanung und Finanzkalkulation bis zum einheitlichen Dokumentations- und Ressourcenmanagement.

Ausblick

Nach sechs Jahren mit dem ersten Produkt und etablierten Marketing-, Vertriebs-, Support- und Entwicklungsteams hat das Unternehmen die letzten neun Monate damit verbracht, sein zweites Produkt zu entwickeln, das in den nächsten Wochen öffentlich eingeführt werden soll. Der nächste große Schritt in der Entwicklung des Unternehmens und eine völlig neue Erfahrungen für das Start-up.

In den letzten sechs Jahren hat das Team eine Menge Erfahrung in den Bereichen Aufbau einer Unternehmenskultur, Finden und Halten eines produktiven Teams, Erkunden verschiedener Märkte und Kanäle, Herausfinden der wichtigsten Geschäftskennzahlen und Aufbau eines wachsenden und stabilen Geschäftsbetriebs für ein SaaS (Software-as-a-Service) Geschäft gesammelt.



BENTEKK

Krebserkankungen sind verantwortlich für etwa 50 Prozent der arbeitsbedingten Todesfälle in Europa. Besonders Lungenkrebs führt diese traurige Statistik an. Viele der Erkrankungen werden durch krebserregende Stoffe ausgelöst. Gase wie zum Beispiel Benzol können schon in kleiner Dosis ein hohes Krebsrisiko darstellen. Besonders in der Industrie, beispielsweise in der Herstellung von Lacken und Kunststoffen, in der Petrochemie sowie der Umweltanalytik, sind Arbeitnehmer_innen diesen Gefahren ständig ausgesetzt. 

Die Idee

Das am NIT ansässige Start-Up bentekk hat sich auf die Entwicklung innovativer Gasmessgeräte für die Industrie spezialisiert. Bentekks Produkt, das sogenannte 'X-PID', ist ein tragbares Gasmessgerät zur schnellen und präzisen Bestimmung von Benzol und anderen krebserregenden organischen Verbindungen in der Umgebungsluft.

Das Gerät ermöglicht die Detektion von bereits sehr geringen Konzentrationen, die bisher nur in einer stationären Laborumgebung messbar waren. Innerhalb von 30 Sekunden kann es die Luft auf über 50 verschiedene Stoffe untersuchen. Erstmals können aussagekräftige Messergebnisse in kurzer Zeit und vor Ort ermittelt werden. Hauptanwendungsgebiet ist die Überwachung der maximal zulässigen Konzentration von Benzol am Arbeitsplatz.

Mit dem X-PID nimmt bentekk eine Pionierrolle auf dem Gebiet der mobilen Gaschromatographie ein. Ziel ist es, die Arbeitssicherheit durch eine verbesserte Überwachung von Grenzwerten toxischer Gase zu erhöhen.

Ausblick

Bentekks kleiner Kasten mit dem gutem Riecher überzeugte von Anfang an. Das junge Unternehmen wurde durch das EXIST-Gründerstipendium des BMWi sowie das Programm InnoRampUp der Investitions- und Förderbank Hamburg (IFB) gefördert. Aber auch der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und der Innovationsstarter Fonds Hamburg (IFH) investierten einen sechsstelligen Betrag in das Hamburger Unternehmen.

Auch mehrere Gründer-Wettbewerbe konnte bentekk für sich entscheiden. Unter anderem gewann das Team um Schmittmann und Weber 2014 den Hamburger INNOTECH-Preis, 2016 den Gründergeist-Preis sowie den Hamburg Innovation Award in der Rubrik START. Im Januar 2016 gelang bentekk mit ihrem X-PID der Markteintritt.

Seitdem konnte sich das Produkt erfolgreich in der deutschen Industrie etablieren. 2017 erwarb die Dräger Safety AG & Co. KGaA 51 Prozent der Anteile an bentekk. Mittlerweile gehört bentekk vollständig zum Dräger Konzern, der das X-PID weltweit in über zehn Ländern wie z.B. USA, Singapur und Australien vertreibt.

Matthias Schmittmann und Johannes Weber (beide NIT Class 14)

Die Gründer

Chemieingenieur Matthias Schmittmann und Wirtschaftsingenieur Johannes Weber gründeten 2013 die bentekk GmbH während ihres Studiums an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und dem NIT Northern Institute of Technology Management. Am NIT wählten sie die Spezialisierung Entrepreneurship und legten damit den Grundstein für bentekk. Hier schrieben sie den Businessplan und wurden von Gründungsexpert_innen beraten.



Die Gründer_innen

Natalia Tomiyama, NIT Alumna Class 11 und Sandro Rabbiosi, NIT Alumnus Class 9, lernten sich über das Netzwerk des Northern Institute of Technology Management kennen. Die beiden Jungunternehmer_innen hatten am NIT das Technologiemanagement-Programm neben ihrem Studium an der Technischen Universität Hamburg absolviert. Zusammen mit ihrem Geschäftspartner Fahad Khan (links im Bild) gründeten sie 2016 ihr Startup NÜWIEL.

NÜWIEL

Stau, Feinstaub und Lärm: Metropolen wie Berlin, London oder New York leiden unter dem großen Verkehrsaufkommen auf ihren Straßen. Alleine der Verkehr in Deutschland ist für mehr als 100 Mio. Tonnen CO2-Emissionen jährlich verantworlich. Die feinen Partikel, die dabei ausgestoßen werden, verursachen vielfältige Beschwerden wie Krebs und andere Lungenkrankheiten.

Die Idee

NÜWIEL möchte die Stadt von Stau, Lärm und Luftverschmutzung befreien. Mit einem elektrisch betriebenen Fahrradanhänger wollen sie die städtische Luft verbessern, ohne auf den Komfort eines Autos zum Lastentransport verzichten zu müssen. Ihr intelligenter Fahrradanhänger nimmt dem Radfahrer nicht nur die Last der Fracht ab, sondern er weiß auch, wann er bremsen oder beschleunigen muss.

NÜWIELs Anhänger ist für innerstädtische Kleintransporte konzipiert und erleichtert das Fahrradfahren mit Gepäck durch ein intelligentes Brems- und Beschleunigungssystem. Sensoren messen die Last des Anhängers und können feststellen, ob es bergauf oder bergab geht. Dadurch wird je nach Bedarf die Schubkraft des Elektromotors reguliert oder das dreifach gesicherte Bremssystem aktiviert. Mit wenig Anstrengung kann Gepäck bis zu 120 kg transportiert werden.

Ausblick

Seit seiner Gründung befindet sich das Jungunternehmen mit dem elektrischen Fahrradanhänger auf Erfolgskurs. Die Förderprogramme EXIST Gründerstipendium, InnoRampUp und Climate-KIC konnten sie bereits für sich gewinnen. Im Februar 2017 nahm NÜWIEL als einziges europäisches Startup an der Food+City Challenge in Austin, Texas, teil und gewonn den dritten Platz. Noch im selben Jahr wurde ihr Anhänger beim Gründergeist-Wettbewerb der Wirtschaftsjunioren der Handelskammer Hamburg ebenfalls mit Bronze ausgezeichnet. Außerdem konnte sich das Team im September 2018 gegen 1300 Mitbewerber durchsezten und sich somit die Teilnahme am IKEA Bootcamp sichern. Im September 2019 gewann das Start-up den ersten Platz beim Digital Logistics Award, ausgezeichnet vom Digital Logistics Hub in Dortmund.



EVITADO TECHNOLOGIES

Flugsicherheit wird in Deutschland großgeschrieben. Airlines müssen ihre Flugzeuge regelmäßig warten. Alle sechs bis zehn Jahre wird jedes Flugzeug auseinandergebaut und generalüberholt. Die engen Flugzeughallen stellen dabei eine Herausforderung dar. Kollisionen mit anderen Flugzeugen, Fahrzeugen oder Wänden stehen an der Tagesordnung.

Die Idee

"Für die Reparatur von so entstandenen Schäden muss die Flugzeugindustrie jährlich mehrere Millionen Euro ausgeben. Wir von Evitado glauben, dass wir diese Kosten mit unseren Sensoren signifikant reduzieren können", erklärt Andrew Moakes, Mitbegründer von Evitado.

Bisher ist es sehr aufwendig, ein Flugzeug zu bewegen. Bodenpersonal läuft unter den Tragflächen und dem Heck entlang und weist den Piloten in die Parkposition. Das kann bis zu 60 Minuten dauern und ist mit hohen Personalkosten verbunden. Genau das möchten Alex und Andrew mit ihrem Start-up Evitado Technologies (ehemals Flugilo) ändern. Mit Hilfe von Saugnäpfen wird ihr mobiler Sensor an den Tragflächen befestigt. Ähnlich wie bei der Einparkhilfe eines Autos zeigt das Gerät, ob sich das Flugzeug zu nah an einem Gegenstand befindet. Laut Evitado könnte schon ein Sensoren-Set große Ersparnisse im Bereich Reparatur- und Personalkosten erzielen.

Ausblick

Die Idee der Studenten findet viel Anerkennung. Beim Uni-Pitch, dem gemeinsamen Gründer-Event der Hamburger Hochschulen, erreichten sie das Finale. Aktuell testen sie einen selbstgebauten Prototyp an einem echten Flugzeug. Das Feedback aus der Industrie ist positiv. Des Weiteren gewann Evitado bei den Hamburg Innovation Awards 2019 den ersten Platz in der Kategorie „IDEE“.

Die Gründer

Kennengelernt haben sich die Evitado-Gründer am NIT Northern Institute of Technology Management. Hier studierten die beiden Amerikaner Technology Management (MA) parallel zu einem MSc an der Technischen Universität Hamburg. "Andrew und ich hatten bereits erste Erfahrungen in der Produktentwicklung. Als wir uns kennenlernten, merkten wir schnell, dass wir gut zusammenarbeiten können. Deshalb entschlossen wir uns auch, Evitado (ehemals Flugilo) gemeinsam zu starten", sagt Alexander.



Die Gründerinnen

Die Amerikanerin Melissa und die aus Barbados stammende Cherisa haben sich bei ihrem Masterstudium am NIT Northern Institute of Technology Management kennengelernt. Am NIT studieren sie "Technology Management" (MA/MBA) parallel zu einem MSc an der Technischen Universität Hamburg (TUHH). "Obwohl wir anfangs besorgt waren, dass unsere sehr ähnlichen technischen Backgrounds ein Problem sein könnten, merkten wir schnell, wie gut wir als Geschäftspartnerinnen zusammenarbeiten." sagt Melissa Gile. Unterstützt wird das internationale Team durch die in den USA lebende Amanda Woodcock, die vor allem für die Entwicklung des Prototyp-Handschuhs verantwortlich war.

TWOFOLD

Circa 1,3 Millionen Amerikaner besitzen eine Armprothese. Allerdings haben etwa 60% dieser Patienten Probleme den vollen Nutzungsumfang ihres prothetischen Körperteils auszuschöpfen. Zu große Erwartungen und mangelndes Training sorgen schnell für Frustrationen und führen nicht selten zur Ablehnung der bionischen Gliedmaßen. Bei Kosten zwischen 10.000 und 100.000 US-$ pro Prothese ist ein unzufriedener Patient nicht nur emotional, sondern auch finanziell stark belastet.

Die Idee

"Auch wenn es mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Prothesenarten gibt, halten sich die ergänzenden Therapieangebote der Hersteller in Grenzen. Es gibt in diesem Bereich immer noch eine Marktlücke", erklärt Cherisa.


Die NIT-Alumni Cherisa und Melissa haben sich dem Problem angenommen und möchten den Prothesenträger_innen helfen. Ihr Ziel ist es, Möglichkeiten zu schaffen, damit Patient_innen auch zuhause, außerhalb der Krankengymnastik, üben können. "Auch wenn es mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Prothesenarten gibt, halten sich die ergänzenden Therapieangebote der Hersteller in Grenzen. Es gibt in diesem Bereich immer noch eine Marktlücke", erklärt Cherisa. Mehr als 10.000 Menschen erhalten jedes Jahr erstmals eine Armprothese in den USA. Besonders die neuen Nutzer möchten die Studentinnen in der schwierigen Anfangsphase unterstützen.

Nach umfangreichen Interviews mit Patient_innen, Krankengymnast_innen und Ärzt_innen entstand die Idee, einen prothetischen Handschuh mit einer dazugehörigen App zu entwickeln. Der Handschuh ist via Bluetooth mit der App verbunden. Flexible Sensoren in den einzelnen Fingern erfassen jede Bewegung und bringen kleine LED-Lampen zum Leuchten, sobald eine Bewegung erfolgt. Mit der App können Standardbewegungen bis hin zu filigranen Übungen spielerisch trainiert werden. Alltägliche Dinge wie eine Kaffeetasse halten, Lebensmittel schneiden oder einen Ball werfen, sind mit etwas Training schneller wieder möglich. Solch ein Handschuh würde im Handel etwa 600 US-$ kosten - App inklusive. Überschaubar, wenn man die hohen Kosten für eine Prothese bedenkt.

Ausblick

Aktuell schreiben Melissa und Cherisa an einem ausführlichen Business Plan. Das Einwerben von Fördergeldern und eine längere Testphase mit ihrem Prototyp wären die nächsten Schritte. Ob die Beiden wirklich mit ihrem prothetischen Handschuh an den Markt gehen, ist dennoch ungewiss. Für andere potenzielle Gründer_innen haben sie trotzdem einen Tipp: "Es ist wichtig, immer ein "Ideenbuch" mitzunehmen. Für den Fall, dass dir eine Idee an der Uni, während der Arbeit oder im alltäglichen Leben über den Weg läuft."



FADENFELD

3.762 Nägel und mehr als ein halber Kilometer Faden, das alles steckt in nur einem FADENFELD. Die Kunstwerke von den NIT-Alumni Nico Göhner und Alexander Sbitnew und ihrem Partner Justus Basler sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch technische Meisterwerke.

Die Idee

"Die Idee entstand, als Justus ein individuelles Geschenk für seinen Vater gesucht hat. Er wollte sich und seine beiden Geschwister auf einzigartige Weise darstellen und das in Form eines spektakulären Bildes", erklärt Nico Goehner.

Im Internet stießen die jungen Männer auf den Do-It-Yourself-Trend "String-Art". In unzähligen Videos und Blogs finden sich Anleitungen für das Herstellen von Fadenkunst. Jedoch waren die drei Ingenieursstudenten von der Qualität nicht überzeugt und haben es sich zur Aufgabe gemacht, hochwertigere und nach Wunsch gefertigte String-Art Bilder anzubieten. Davon inspiriert, wurde aus der Geschenkidee schnell eine Geschäftsidee. Anschließend entwickelten die Jungunternehmer eine Maschine, die die Nägel eigenständig mit Fäden umwickelt. Mit einem digitalen Porträtfoto als Grundlage entstehen die individuellen String-Art-Bilder nach Kundenwunsch.

Ausblick

Nach einigen kleinen Fehlschlägen und Herausforderungen können Bilder zuverlässig gefertigt werden: Einzig und allein die Nägel müssen noch händisch auf der Holzplatte angebracht werden. Trotzdem reichen 24 Stunden nur sehr selten für den Gesamtprozess aus."Wir erhoffen uns, durch den Mix aus Technologie und Kunst auch Kunst-ferne Leute zu begeistern und als Kunden zu gewinnen", sagt Nico Göhner.

Die Gründer

Die NIT Class 17 Alumni Nico Göhner und Alexander Sbitnew nutzten ihre Kenntnisse aus dem Entrepreneurial-Management-Kurs am NIT Northern Institute of Technology Management, um das Start-up FADENFELD zu gründen. Mit ihrem Freund Justus Basler, der den Algorithmus programmierte, stellen sie gemeinsam Fadenkunst her.



Die Gründer

Das Team besteht aus drei Gründern: Rodrigo Hortega und Alejandro Espinoza, Class 16, sind beide Mexikaner, die die Probleme der Kriminalität erlebt haben und die Auswirkungen auf ihre Lebensqualität kennen. Bojidar Dimitrov ist begeisterter Backpacker, der die Notwendigkeit von sicheren Routen auf Reisen zu unbekannten Orten kennt.

SWALK

Kriminalität ist ein Problem, das die Lebensqualität von Millionen von Menschen in Städten in der ganzen Welt deutlich verringert, vor allem in Lateinamerika, mit 42 der 50 gefährlichsten Städte. Das unsichere Gefühl in bestimmten Gegenden kann sehr intensiv sein, mit Swalk kann es anders sein.

Die Idee

Swalk ist eine mobile Anwendung, die den Benutzern die sicherste Route zu ihrem Ziel zeigt. Die Strecken sind je nach Sicherheitsstufe rot, gelb und grün gefärbt - und das in Echtzeit. Um die Routen zu erstellen, verwendet Swalk zwei Informationsquellen: Offizielle Daten der Polizeiabteilungen und von den Benutzern erstellte Daten. Swalk erlaubt den Nutzern, Verbrechen zu melden, die sich gerade ereignen.

Um die Wahrheitsgehalt der Berichte zu prüfen, wird jede Meldung, die von einem Nutzer erstellt wurde, validiert. Dies geschieht anhand ihres Profilverhaltens und Meldungen anderer Profile mit ähnlichem Inhalt. Darüber hinaus ermöglicht Swalk den Nutzern, ihre Live-Location mit einem Ansprechpartner zu teilen, während sie einem sicheren Weg folgen. So kann der Nutzer sein Sicherheitsgefühl stärken.

Ausblick

Swalk ist im Moment als Beta-Version in Mexiko-Stadt und Puebla nutzbar. Es zeigt sichere Wege zu Fuß, per Rad und mit dem Auto an. "Die Weiterentwicklung von Swalk liegt momentan leider auf Eis. Wir konnten bisher keine Investoren gewinnen. Nun sind wir beruflich anders eingebunden, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es ist derzeit nicht klar, ob das Projekt fortgesetzt wird. Dennoch haben uns die harte Arbeit und die Erfahrungen, die wir bei der Entwicklung von Swalk gemacht, gut auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet." so Alejandro Espinoza.


GRÜNDEN AM NIT

Im Zentrum des Technologiemanagement-Studiums (MBA/MA) steht für alle Studierenden ein eigenes Innovationsprojekt – entweder die Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee oder ein Projekt in einem Partnerunternehmen des NIT.

In MyProject entwickeln die Studierenden Methodenkompetenzen, die in einer agilen, digitalen Arbeitswelt gefragt sind. Mit Themen wie Geschäftsideenentwicklung, Businessplan und Marketing werden alle Bereiche abgedeckt, die bei der Gründung eines eigenen Unternehmens relevant sind. Dieses Wissen kann sowohl im Praktikum oder in der Master's Thesis vertieft werden. Bei Wunsch unterstützt das NIT die Studierenden dabei aus der anfänglichen Idee ein eigenes Start-up zu machen.


IHRE ANSPRECHPARTNERIN

INES KULKA

Alumni & Customer Relations Manager
ines.kulka@bitte nicht bespammennithh.de
+49 40 42878 4287

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