Freitag, 15. November 2019

KREATIV LÖSUNGEN FINDEN - IN 6 WOCHEN MIT DESIGN THINKING

Ihnen fällt es schwer, neue Ideen und Konzepte zu entwickeln? Sie wissen nicht, wie Sie anfangen sollen, um gezielt einen kreativen Prozess zu steuern? Die Design Thinking Methode ist eine neue Herangehensweise, die es erlaubt, im geschützten Raum Neues auszuprobieren und kreative Lösungsansätze zu finden.

Am NIT Northern Institute of Technology Management erlernen Sie im Modul „Design Thinking“ die Vorgehensweise von Designern kennen, die sich zunächst dem Problemfeld widmen und stark nutzerorientiert arbeiten. Geeignet ist der Kurs für Mitarbeiter in Unternehmen, die Innovationsprozesse anstoßen oder auch Gründer, die ihre Ideen ausprobieren möchten.

Bei diesem Kurs handelt es sich um ein Modul aus dem englischsprachigen NIT-Masterstudium in Technology Management. Zusammen mit den Studierenden des NIT erarbeiten Sie systematisch Lösungen, die Ihrem Kundennutzen zu 100 % entsprechen. Im Anschluss erhalten Sie ein Teilnahmezertifikat und können sich ebenfalls 6 ECTS-Punkte anrechnen lassen. Das Modul startet am 25. Januar 2020 und erstreckt sich über 6 Wochen, die Präsenzveranstaltungen finden immer am Wochenende statt.

Begleitet werden Sie von Prof. Dr. Christoph Ihl, Leiter des Instituts für Entrepreneurship an der Technischen Universität Hamburg.

Prof. Ihl, Sie sind Innovationsexperte und haben schon viele Menschen durch kreative Prozesse begleitet. Besonders auf das Design Thinking haben Sie sich spezialisiert. Was schätzen Sie an diesem Ansatz und wie hilft er Innovationsprozesse voranzubringen?

Design Thinking ermöglicht Unternehmern, Probleme in verschiedenen Geschäftsbereichen gezielt zu strukturieren und aus Nutzerperspektive systematisch Lösungen zu erarbeiten. Der Mehrwert liegt darin, bei der Erarbeitung von potenziellen Lösungen von Anfang an die Nutzerakzeptanz in den Mittelpunkt zu stellen. An die Nutzerakzeptanz scheitern Lösungen in der Praxis ja weitaus häufiger als an technischen Barrieren. Die Methode ist hervorragend für temporäre Projektteams geeignet, die sich mit einem spezifischen Problem beschäftigen, in dem Unsicherheiten über die Nutzerakzeptanz eine große Rolle spielen. In heutiger Zeit sind es vor allem die relevanten Themen Digitalisierung und Geschäftsmodellinnovation, in denen Design Thinking einen Beitrag leisten kann.

Sie betreuen ab Januar 2020 das Modul „Design Thinking“ aus dem Masterprogramm in Technology Management beim NIT, das sich über mehrere Wochen zieht. Wie läuft ein typischer Design-Thinking Prozess bei Ihnen ab? Auf was können sich Teilnehmende im Modul einstellen?

Wir halten uns da schon an die klassischen Prozessphasen:

(1) Verstehen: wir entwickeln ein tiefes Verständnis für die Probleme und Wünsche der Nutzer in einem Problembereich.

(2) Definieren: In diesem Problembereich wird dann eine konkrete Aufgabenstellung definiert, ein Kernproblem.

(3) Ideen finden: Dann entwickeln wir in einer kreativen Phase Lösungsansätze.

(4) Bauen: Diese Ansätze werden in einem vierten Schritt prototypisch umgesetzt.

(5) Testen: Zuletzt testet man die Lösungsansätze mit tatsächlichen Nutzern, um Feedback zu Verbesserungen zu sammeln und Lösungen auszuwählen.

In jeder Prozessphase wenden wir verschiedene, passende Instrumente an. Also wird in diesem Modul handfest gearbeitet und umgesetzt.

In dem Modul können Studierende und Mitarbeiter teilnehmen. Wie wollen Sie die unterschiedlichen Teilnehmer an diese Methode heranführen?

Die Projektideen für dieses Modul sollen ja aus den Reihen der Teilnehmer kommen. Gerade die Mitarbeiter aus Unternehmen können und sollen natürlich auf den Erfahrungsbereich ihres eigenen Unternehmens zurückgreifen. Dadurch profitieren die Mitarbeiter, die handfeste Ergebnisse für ihr Unternehmen mitnehmen können (über das Erlernen der Methode hinaus). Aber auch für die Studierenden stellt das die Praxisrelevanz sicher. Dann bilden wir gemischte Projektteams, um den Prozess zu durchlaufen. Design Thinking legt es ja quasi darauf an, einen vielfältigen Erfahrungsschatz der Projektteams zu integrieren. Deshalb freue ich mich auf Teilnehmer mit unterschiedlichsten Hintergründen.

Welche Kompetenzen sollten mitgebracht werden und wer kann teilnehmen?

Es müssen keine besonderen Fähigkeiten mitgebracht oder Voraussetzungen erfüllt werden. Studierende aller Fachrichtungen und Mitarbeiter aller Branchen und Funktionen können teilnehmen. Wir werden Problembereiche aus dem unternehmerischen Praxiskontext auswählen für unsere Projekte und Lösungsansätze in den Mittelpunkt stellen, die sich „digital“ umsetzen lassen. Da sich die Digitalisierung aber durch alle Branchen und Unternehmensfunktionen durchzieht, ist die breite Relevanz für alle Teilnehmer sichergestellt.

Wie können die Teilnehmer im Anschluss das Design Thinking sinnvoll in ihrer täglichen Arbeit einsetzen?

Design Thinking kommt am besten zur Entfaltung, wenn ich spezifische Probleme in interdisziplinären Projektteams angehen möchte. Und sicherlich, wenn wie bei der Digitalisierung häufig die Nutzerperspektive relevant ist. Aber selbst, wenn ich als Mitarbeiter gerade nicht in einem Digitalisierungsprojekt mitwirke, so erfahre ich doch eine ganze Menge darüber, wie man auf offene, interdisziplinäre, kommunikative und empathische Art und Weise, an Probleme und deren Lösungen heranzugehen kann.

Weitere Informationen zur Buchung erhalten Sie hier.

Kosten pro Person:

1.950 € Normaltarif

1.750 € für Studierende und NIT-Alumni


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