Montag, 15. Oktober 2018

TUHH-Studentin Francesca Meyer gewinnt Hauke Trinks-Preis

Erstmals hat das NIT Northern Institute of Technology Management den Hauke Trinks-Preis vergeben. Während der feierlichen Abschlussfeier der NIT-Class 18 am 28. September 2018 im Audimax I der Technischen Universität Hamburg (TUHH) hat Francesca Meyer den begehrten 1. Platz entgegengenommen. Die Plätze 2 und 3 erhielten Lisa Christin Watter (TUHH) und Niels Röschmann (Hochschule für angewandte Wissenschaften).

Mit dem Hauke Trinks-Preis würdigt das NIT das Ansehen seines Gründungsvaters und möchte junge Menschen auf das Leben und Wirken des ehemaligen Präsidenten der TUHH aufmerksam machen. Der Preis richtete sich an Bachelor-Studierende der Hamburger Hochschulen aus dem MINT-Bereich, die bei ihrer Abschlussarbeit hervorragende Leistungen erbracht, ein hohes Maß an wissenschaftlicher Neugier bewiesen sowie originelle und interdisziplinäre Ansätze zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn verfolgt haben.

Francesca Meyer konnte sich mit ihrer Bachelorarbeit zum Thema "Charakterisierung der Reaktionskinetik einer enzymkatalysierten Fettsäureproduktion" durchsetzen und wurde mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Dazu erhält sie zusätzlich ein Preisgeld von 1.000 Euro. Die Studentin der Verfahrenstechnik forschte dazu am Lehrstuhl für Prozess- und Anlagentechnik und beschäftigte sich mit der Umsetzung von Pflanzenöl zu Fettaldehyd mittels einer Multi-Enzymkaskade. Die Jury wählte ihre hervorragende Leistung aus, da sie sich durch eine hohe gesellschaftliche Relevanz und höchsten Maß an Eigeninitiative auszeichnet.

Aufmerksam wurde Frau Meyer auf das Thema während einer Institutsvorstellung der TUHH und entwickelte sofort ein Interesse für die Forschungsthemen von ihrem zukünftigen Betreuer, Jens Johannsen, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Prozess- und Anlagentechnik arbeitet. "Ich habe mich bewusst für dieses Thema entschieden, da ich durch meine Arbeit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und effizienten Ressourcenschonung leisten wollte. Dank der Unterstützung des Instituts und Herrn Johannsen konnte ich mich detailliert mit der Fettsäureproduktion auseinandersetzen.", so die stolze Gewinnerin, die ursprünglich aus Italien stammt und in Niedersachsen aufgewachsen ist.

Mit ihren Erkenntnissen hat Frau Meyer einen Grundstein gelegt, dass Pflanzenöl als Duft- und Aromastoff als nachhaltig nachwachsender Rohstoff in Zukunft eingesetzt werden könnte. Die jetzige Master-Studentin ist nun als studentische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Prozess- und Anlagentechnik tätig und kann sich auch in Zukunft vorstellen, in der Forschung aktiv zu sein.


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